Rufus Witt – Lesbar heißt nicht barrierefrei

 

Interview mit Rufus Witt

Rufus Witt (41) ist blind und arbeitet als Sachbearbeiter bei REHADAT, dem Informationssystem zur beruflichen Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Nach einer Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste mit dem Schwerpunkt „Information und Dokumentation“ beim Deutschen Rundfunkarchiv in Potsdam und einem einjährigen Praktikum bei der „Frankfurter Rundschau“ kam Witt zu REHADAT, wo er unter anderem das Online-Angebot auf Barrierefreiheit testet sowie für Seminarorganisation und Dokumentation des Blindenhilfsmittelmarkts verantwortlich ist.

Herr Witt, beim Begriff Barrierefreiheit denken Nichtbetroffene meist an Rollstuhlfahrer und Barrieren im öffentlichen Raum. Für blinde und sehbehinderte Menschen stellt sich das Problem jedoch anders  dar. Hier geht es darum, Dinge wahrnehmen zu können. Und das ist nur der erste Schritt: Selbst wenn etwas wahrnehmbar ist, heißt das noch nicht, dass man davon auch Gebrauch machen kann. Sie haben bei einer Weiterbildung ein Lehrbuch bekommen, das für Sie lesbar, aber dennoch unbrauchbar war. Wo lag das Problem?

 

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Lesbar heißt nicht barrierefrei

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